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Einmal mehr zum Thema Adoptionen aus Afrika

Dezember 20, 2013

Während aus dem Kongo gemeldet wird, Adoptionen würden ausgesetzt, um Untersuchungen zu Korruptionsfällen anstellen zu können, und während aus Uganda von Bussen berichtet wird, deren Insassen in armen Dörfern Fotos, die sicher nicht rein touristischer Natur sind, von armen Kindern machen, werden wieder einmal in Nigeria neue Babyfarmen entdeckt.

Man ist auf der Suche nach Adoptionsgelegenheiten in Afrika.

Vor diesem Hintergrund meldet heute jemand, der es wohl wissen sollte, das Ende der Vermittlung internationaler Adoptionen aus Äthiopien durch den Evangelischen Verein im kommenden Jahr. Das Schicksal der anderen mit Äthiopien befassten Vermittlungsstelle sei ungewiss.

Die Vermittlungsstelle „Eltern für Afrika“ ihrerseits berichtet von acht Adoptionen im vergangenen Jahr und davon, dass die verwaltungstechnische Seite der Adoptionsfreigaben in Äthiopien immer noch  nicht hinreichend geklärt sei, woraus sich ableite, dass die künftigen Entwicklungen bei internationalen Adoptionen nicht prognostizierbar seien. Die Lage in den Kinderheimen sei angespannt, die Versorgung der Kinder nicht jederzeit gut gewährleistet und künftig müsse man bei aus Äthiopien adoptierten Kindern mit einem Alter von wenigstens zwei Jahren rechnen.

Die Entwicklung in Äthiopien insgesamt war seit spätestens 2009/2010 absehbar, wie jeder weiß, der sich über die Situation dort in unabhängigen Quellen informiert hat. Sehr traurig, aber ebenso folgerichtig ist, dass  als Konsequenz  des früheren Booms in der Auslandsvermittlung Strukturen für die Versorgung von bedürftigen Kindern im Land noch nicht hinreichend etabliert sind.  Wenn es jedoch zutreffen sollte, dass die Versorgung nach Reduktion der Internationalen Adoptionen so beklagenswert ist, wie manche es derzeit darstellen, dann müsste man sich  fragen, wo genau die  nicht geringen Summen an Förderung für den Kinderschutz, die UNICEF jährlich in Äthiopien investiert, angekommen sind. Hier ein Auszug:

The total budget for this programme component 2012 – 2015 is US$65 million and it will contribute to the following national and regional results:
(i)     
An effective child-friendly justice system realized in all regions;
(ii)    The national child-focused social welfare system is strengthened and social welfare services are available in all regions;
(iii)   The national social protection plan is operationalized;
(iv)   A functional birth registration system is in place;
(v)    Violence against women and children is prevented and mitigated;
(vi)   Access to HIV prevention services has increased for marginalized children and adolescents;
(vii)  The National Youth Development Package is fully implemented;
(viii) The Government, communities and civil society support disaster risk reduction and respond to emergencies in Ethiopia, with a particular focus on issues affecting women and children in the most vulnerable regions/districts.  (Hervorhebung von mir)

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