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Broken

Mai 19, 2010

Eine Mutter vieler Kinder, darunter einer älteren, im Alter von 12 Jahren adoptierten äthiopischen Tochter, (früher auch Betreuerin des Äthiopien-Adoptionsblogs in den USA), hat immer wieder von den Gefühlen der Hilflosigkeit und des Verlusts berichtet, die ihre Beziehung zu ihrem großen Mädchen bestimmen.

A certain amount of brokenness comes with any adoption.  New adoptive parents sometimes deny that truth. We picture ourselves as problem-solvers, bringing kids out of brokenness into a place of healing and stability. That is partially true. But the things that cause kids to need new families are scarring, wounding, heart-breaking things.  Even kids adopted as infants will eventually have hard questions, pain that lingers despite our most loving affirmation.

When adopting older kids, the questions are harder, the pain fresher.    My words are puny, powerless to diminish the loss my precious children faced before they came to me.  In fact my very presence reminds them of the ‘real’ mother they can no longer have.  The one they really want. The hurt isn’t their fault or mine.  But there are days when the ache of it feels insurmountable. Where shards of brokenness rattle no matter where I step in my home.  I can’t fix it for them, no matter how hard I try.  I have no idea if my mothering will be tagged as success or failure 10 or 20 years from now.

(Für alle posts: www.owlhaven.net)

Ich frage mich, angesichts all dieser immer wieder kehrenden Schilderungen verschiedenster Mütter, ob diese Botschaft – über die andere Qualität von Mutterschaft, in die  wir  als zweite Mütter manchmal mehr, manchmal weniger mühsam, hineinwachsen müssen, – jemals Familien nützen und helfen kann, bevor sie selbst in diese Situation gekommen sind.  Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen.

Jedenfalls weiß ich so viel sicher: Da die Kinder schon so viele Lasten tragen, werde ich für meien Person ihnen nicht noch die aufbürden, einen Zweifel daran zu hegen, ob ihre Adoption rechtens war, ob ihre erste Mutter sie aus eigenem Entschluss oder überredeter Weise abgegeben hat.

Will sagen: Bei allen Diskussionen über die Qualität der Berichterstattung in der TAZ – Qualität der Recherche, Einzelfallorientierung, Bildmaterial, Schutz von Familien – darf der Inhalt, der wirkliche Skandal, nicht vergessen werden:

Praktiken, die sehr  an solche des  des „Children´s Harvesting“ im Film „Fly Away Children“ erinnern.

Wenn der Verdacht, unter solchen Umständen  sei das eigene  Kind hier angekommen, eine Familie belasten sollte – das wäre, für mein Gefühl, mehr, als man tragen kann. Mindestens als Kind, das sich der Pubertät nährt und beginnt, Informationen zu sichten und zu sammeln. 

Und genau vor diesem Hintergrund kann ich gar nicht nachvollzehen, wenn Eltern sich nicht der Aufgabe stellen, für Klarheit in den „offiziellen“ Geschichten ihrer Kinder zu sorgen, mit Begründungen wie:

– das dürfen wir nicht

– das können wir gar nicht

– das ist Aufgabe von Agenturen

– die wissen schon, was sie tun.

Bestenfalls wissen sie das tatsächlich. Das schützt sie aber nicht, wie an besagtem Artikel zu sehen ist, selbst falschen Informationen aufzusitzen. Bestenfalls bieten sie Eltern alle Gelegenheiten, die Herkunftsfamilien zu treffen, so wie es viele Agenturen in den USA schon immer praktizieren.

Zugegeben, auch dann kann eine Lüge aufrecht erhalten werden, wenn sie einmal unterwegs war – (siehe „Fly Away Children“, wo die den Papieren nach zu urteilen  „moribunde“ erste Mutter im wahren Leben ziemlich gesund wirkte). Aber wenn es eine Adresse gibt, an die das Kind seine Fragen richten kann, dann kann es sich  zumindest Klarheit zu schaffen über die Motive.

Auf dem Nährboden von Klarheit kann  die Hoffnung wachsen: „Broken“ does not mean „never being able to heal“.

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